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Pressestimmen zur Uraufführung am 21-03-10
Gelungenes Plädoyer für das Anderssein
Stuttgart-Ost: Horst Emrich beeindruckt im Kulturwerk mit der Uraufführung „Rostige Rosen“.
Horst Emrich überzeugt bei der Uraufführung „Rostige Rosen“ mit seinem Spiel, einem Plädoyer für das Anderssein.
Es gibt sie nicht, weder den hundertprozentigen Mann noch die hundertprozentige Frau. Stattdessen gibt es alles Mögliche dazwischen. Um das stete Pendeln zwischen Weiblichem und
Männlichem, in dem sich jeder Mensch genetisch, psychisch und sexuell bewegt, dreht sich das Stück „Rostige Rosen“, das am 21-03-10 im Kulturwerk uraufgeführt wurde...
In „Rostige Rosen“, einer Produktion von kaba-reh production, ist Horst Emrich als Schauspieler voll in seinem Element. Mit Regisseurin Jutta Schubert hat er das Theaterstück zu
Transsexualität und Identitätsfindung entwickelt. In dem Szenenprogramm erzählen Transfrauen, Transmänner und Intersexuelle real recherchierte Erfahrungen, die Übergänge werden durch musikalische Interludien
überbrückt, um Kostüm- und Maskenwechsel der One-Man-Show zu ermöglichen.
Dazwischen eine mystische Schamanenfigur als lebensgroße Puppe, die immer wieder auftaucht. Das schamanische Geisterwesen, von Emrich als Figurenspieler bedient, lebt und agiert in einer
anderen Dimension als die realen Figuren. Es hat noch Zugang zu den Ursprüngen der Natur und ist jenseits vom heutigen westlichen Rollenverhalten, was Mann- und Frausein betrifft...
Horst Emrich lebt die Rollen, spielt mit Verstand und Herz; er weiß, was er tut. Und so stellt sich die Frage: braucht Stuttgart, die Blüte des Südwestens, behaftet mit dem Hauch der
Biederkeit, die künstlerische Arbeit an solchen Themen? Die Antwort lautet: ja, denn letztlich fordert das Stück nicht nur Respekt fürs Andere ein, sondern gibt Impulse zum Nachdenken über die eigene Rolle und mehr
Offenheit und Neugier in unserer Gesellschaft. Ein inspirierender Abend, der mit viel Applaus belohnt wurde. Eßlinger Zeitung vom 14.04.2010 (mwk)
Der Transmann trägt schwarze Strümpfe
"Rostige Rosen" fragt nach dem Kern der Geschlechter. Witz und Ironie erhellen das Leben im Randbezirk.
... Als Nummernrevue kommt die Produktion von Horst Emrich und Jutta Schubert daher. Die Szenen funktionieren immer dann publikumswirksam, wenn mit Witz und Komik gearbeitet wird. (Regie:
Jutta Schubert). Das klappt auch noch, als Emrich Travestie vorführt und beweist, dass Männerbeine in schwarzen Strümpfen und Samtpumps blenden aussehen können ... Horst Emrich aber macht seine Sache hervorragend.
Großartig spielt er eine Frau, die ein Mann war. In einem grauen Kleid und eleganten Stiefeletten sitzt sie da, presst die Knie zusammen, auf die sie ihre Hände legt. Viel Beifall. Stuttgarter Zeitung vom 23-03-2010 (Cordt Beintmann)
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