© 2019 by  kaba-reh production       Impressum/Disclaimer

  • w-facebook

Erich Kästner

Abend

Spieldauer: variabel

“Es gibt nichts Gutes außer: Man tut es”

"Seelisch verwendbare Gedichte für den Hausgebrauch" von Erich Kästner

Kästner hat niemanden mit seiner Dichtung zu erlösen versucht. Niemals war es sein Ehrgeiz, die Welt zu verändern. Sich selbst bezeichnete er als eleganten und handfesten "Gebrauchspoet", der "seelisch verwendbare Gedichte" schrieb. Als lyrischer Kommentator und sachlicher Richter war er der witzigste Chronist der Provinz Deutschland. Er, der Sänger der kleinen Leute und der Dichter der kleinen Freiheit, gehörte mittlerweile zu den Klassikern der deutschen Literatur unseres Jahrhunderts. Nie hörte er auf zu glauben, daß die Menschen besser werden könnten, "wenn man sie oft genug beschimpft, bittet, beleidigt und auslacht". Als wehmütiger Satiriker und augenzwinkernder Skeptiker hatte er nicht mehr und nicht weniger zu bieten als Grazie, Humor und Vernunft.

Sie schleichen um die Ecke und erhaschen dich flüchtig, Bilder aus längst vergessenen Zeiten, wehmütig und warm wird dir ums Herz, doch im nächsten Augenblick, ein Wimpernschlag vielleicht auch zwei, dann steht sie da die Wahrheit und lacht dir ins Gesicht, frech und nackt und gar nicht zimperlich. "Und wo bleibt das Positive, Herr Kästner?" Na, wo schon, unter dem Ladentisch, und es darf  ja ruhig ein bißchen mehr sein, oder?